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Germain Viatte - Von der Schuhmacherei zur orthopädischen Schuhmacherei

Nach einer Lehre bei "tape-semelles" in Les Pommerats eröffnete Germain Viatte während des Zweiten Weltkriegs eine Schuhmacherei in Le Noirmont. Im Jahr 1946 ließ er sich in Tramelan nieder, einem Dorf, das sich damals in voller Blüte befand. Schnell wird ihm klar, dass sein Beruf nur dann eine Zukunft hat, wenn er sich in Orthopädietechnik weiterbildet. 1968 erlangte er als erster Berner Jurassier der damaligen Zeit ein eidgenössisches Meisterdiplom als Orthopädie-Schuhmacher. Im gleichen Jahrgang wurde er von drei Waadtländern begleitet.

 

Pascal und Marinette Viatte - das Unternehmen wird weitergeführt und zieht in den Jura um.

1969 trat sein Sohn Pascal in den Familienbetrieb ein. 1976 zog die Familie Viatte nach Delémont um, und dort übernahm Pascal Viatte 1982 das Familienunternehmen auf eigene Rechnung. Seine Frau Marinette Viatte leitet das Sekretariat und den Empfang. Als das Rentenalter näher rückt und um die Übergabe ihres Unternehmens zu erleichtern, gründen Pascal Viatte und seine Frau Marinette 2015 die Aktiengesellschaft Viatte orthopédie SA.

 

Mathias Bonert und Sarah Charton - Übergangszeit.

Im September 2019 beginnen Mathias Bonert, Orthopädie-Schuhmachermeister, und seine Frau Sarah Charton, Sekretärin und Buchhalterin, bei der Viatte orthopédie SA zu arbeiten, um die Übernahme des Unternehmens vorzubereiten. Das helvetisch-deutsche Ehepaar übernimmt im Januar 2020 die Leitung des Unternehmens. Bevor er etwas mehr als 7 Jahre in der Westschweiz arbeitete, hat Mathias Bonert seine Ausbildung bis zum Orthopädie-Schuhmachermeister in Deutschland absolviert. Perfekt zweisprachig und mit seinen reichen Berufserfahrungen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit dem CHUV, den HUG und der Diabetologie des HIB in Payerne, setzt er sich mit Begeisterung für die Modernisierung der Viatte orthopédie SA ein.

 

Bonert orthopédie SA - das Unternehmen ändert seinen Namen.

Nach der Übernahme der Viatte orthopédie SA vor fast drei Jahren ändern Mathias Bonert und seine Frau den Namen des Unternehmens, welches im Oktober 2022 in "Bonert orthopédie SA" umbenannt wird.

 

Mathias Bonert begann 2001 seine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher im Familienbetrieb in Deutschland. Mit dem Erwerb des deutschen Äquivalents des EFZ als Orthopädieschuhmacher startete er die vierte Generation von Orthopädieschuhmachern in der Familie Bonert.


Er arbeitete einige Jahre bei seinem Vater und ging dann für sechs Monate nach Frankfurt am Main, um sich auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Im Jahr 2009 erhielt er den Meisterbrief, d. h. den deutschen Meisterbrief im Orthopädieschuhmacherhandwerk. Auf der Suche nach neuen beruflichen Erfahrungen stöberte er in den Anzeigen welche in der Meisterschule veröffentlicht wurden. Dort fand er das Angebot der OrthoKern SA für eine Stelle als Orthopädieschuhmachermeister in Lausanne.


Er kam im Frühjahr 2009 als frisch gebackener Absolvent in die Westschweiz, und sprach kaum Französisch. Zwischen 2009 und 2013 war er bei OrthoKern SA als stellvertretender Werkstattleiter in Lausanne tätig, danach als Leiter der Filiale in Payerne. Im gleichen Zeitraum baute er eine enge Zusammenarbeit mit der Diabetologie des Hôpital Intercantonale de la Broye in Estavayer-le-Lac auf.


Im Jahr 2013 machte er einen kurzen Abstecher nach Biel und kehrte dann in die Genferseeregion zurück. Dort arbeitete er dann bis 2016 als leitender Mitarbeiter bei OrthoLotz Sàrl. Er war für die Entwicklung von Filialen des Unternehmens verantwortlich, unter anderem in Genf und Neuchâtel. Mit seiner Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit dem CHUV und dem HIB führte er die OrthoLotz Sàrl beim HUG ein, um eine enge Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft, insbesondere mit der Diabetologie, aufzubauen.


2014 verspüren Herr Bonert und seine Frau Sarah Charton das Verlangen, die Welt zu bereisen und die Routine zu unterbrechen. Daraufhin begannen sie das nötige Geld anzusparen. Im Herbst 2016 kündigt das Paar Arbeit und Wohnung, um mit einem Wohnmobil Europa zu erkunden, bevor sie vielleicht nach Kanada einwandern. Die Reisenden lassen sich schließlich zweieinhalb Jahre lang in Frankreich, im Limousin, nieder und beschließen dann, in die Schweiz zurückzukehren. 


Auf der Suche nach einer Anstellung, möglichst im Jura, entdeckt Herr Bonert die von Pascal Viatte veröffentlichte Anzeige für eine Stelle als Mitarbeiter in seinem Atelier. Er schickt seine Bewerbung und Pascal Viatte lädt ihn zum Vorstellungsgespräch ein. Während des Gesprächs erfährt er von Herrn Viatte, dass dieser einen Nachfolger für die Leitung seines Unternehmens sucht, um in den wohlverdienten Ruhestand gehen zu können. Sarah Charton, die ebenfalls bei diesem Gespräch anwesend ist, wird angeboten, das Sekretariat von Marinette Viatte zu übernehmen. Beide nehmen diese Vorschläge mit Begeisterung an!

Im Januar 2020 übernehmen Herr Bonert und seine Frau die Leitung des Unternehmens Viatte orthopédie SA. Der Traum des Ehepaars, eines Tages gemeinsam zu arbeiten, wird damit Wirklichkeit.

Seitdem ist Mathias Bonert glücklich, seine gesammelten Erfahrungen in die Praxis umsetzen zu können, und freut sich auf neue Kooperationen mit der Ärzteschaft im Jura und den umliegenden Kantonen.